OrganisationenBDKJ Referat WeltwärtsTräger und LänderEntwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat im September 2007 den neuen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" gestartet. Die ersten Freiwilligen werden seit Januar 2008 über anerkannte Entsendeorganisationen vermittelt. "Weltwärts" wird als Möglichkeit verstanden, jungen Menschen die Erfahrungen eines direkten interkulturellen Austauschen in sogenannten Entwicklungsländern machen zu lassen. Dabei sollen globale Abhängigkeiten und Wechselwirkungen bewusst und durch die Arbeit mit den Projektpartnern als gestaltbare Prozesse begreifbar gemacht werden. Der Freiwilligendienst soll das Engagement für die Eine Welt nachhaltig fördern und den Partnerprojekten im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe zugute kommen. Nicht zuletzt soll weltwärts gegenseitige Verständigung, Achtung und Toleranz fördern. Der BDKJ und das Jugendamt der Erzdiözese Bamberg sind anerkannte Entsendeorganisation von "Weltwärts", dem Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Freiwilligendienst im SenegalIm Rahmen der Bistumspartnerschaft zwischen den Diözesen Bamberg und Thies, Senegal, entstanden drei Stellen für einen Freiwilligendienst, die vom BDKJ Bamberg organisiert und begleitet werden. Seit Februar 2008 ist dafür ein extra Referat eingerichtet worden, das sich um alle Belange des Freiwilligendienstes kümmert. Partnerorganisation in Thies ist die Caritas und die Mission de Catholique Thies. Freiwilligendienst in BolivienIn Kooperation mit dem Missionskreis "Ayopaya" sind in Chochabamba drei Stellen für Freiwillige entstanden: Der freiwillige soziale Einsatz geschieht im Centro Social in Independencia. Zum Centro Social gehören ein Internat für Jungen und ein Internat für Mädchen von 10 bis 18 Jahren aus weit abgelegenen Dörfern des Andenhochlandes, die ihre Schulbildung abschließen; ein Bildungshaus für die Landbevölkerung, besonders für die Frauen; ein Haus mit offener Jugendarbeit für den gesamten Ort; ein Kindergarten. In enger Verbindung mit dem Centro Social arbeiten mehrere „postas sanitarias“ für den Basisgesundheitsdienst in den Dörfern rings um Independencia. Die Mitarbeit geschieht in allen diesen Projekten, wobei der Schwerpunkt je nach Eignung und Neigung individuell festgelegt werden kann. Folgende Aufgaben fallen an: - Begleitung und Betreuung der Kinder und Jugendlichen bei den Hausaufgaben und in der Freizeit;
- Mitarbeit im Kindergarten und im Haus für die offene Jugendarbeit;
je nach Fähigkeit Mitarbeit bei der Versorgung und Erhaltung der Internate oder in den postas. Die Arbeit geschieht unter der Leitung von Schw. Verena Birnbacher, Direktorin des Centro Social und in Zuordnung zu den einheimischen MitarbeiterInnen. Freiwilligendienst in PeruIn Kooperation mit den Franziskusschwestern in Vierzehnheiligen entstanden in Huanuco und Chincha vier Einsatzstellen. Die Freiwilligen in Huanuco werden im Kinderheim und im Kindergarten arbeiten, vor allem in Ergänzung der Tätigkeiten der Erzieherinnen vor Ort, wie zum Beispiel Betreuung von Neugeborenen oder Beschäftigung von Kindern, die krank sind. Im Erdbebengebiet von Chincha unterstützen die Freiwilligen den Wiederaufbau der Region, darüber hinaus arbeiten sie im Altenheim mit und werden in der Förderung von Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Diese Förderung erstreckt sich über Sprachförderung in Englisch und Deutsch bis zu sinnvoller Freizeitgestaltung mit Musik, Sport und Kunst. Freiwilligendienst in IndienDie neu geschaffene Stelle in Indien ist in einem Altenheim angesiedelt. Die Arbeit für die Freiwilligen besteht in der Mithilfe bei der Betreuung von alten Menschen. Darüber hinaus sollen die dort tätigen jungen indischen Frauen, teils ohne Schulbildung, je nach Fähigkeit der Freiwilligen, in Englisch, Informatik, Musik unterwiesen werden.
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